IDD-Weiterbildung: Alles, was Vermittler wissen müssen

15 Stunden Pflicht – und jede Menge Fragezeichen? Die IDD-Weiterbildung wirft im Vermittleralltag oft praktische Fragen auf: Was wird schließlich wirklich angerechnet? Wie behält man zudem den Überblick?  In diesem Beitrag erfährst du daher alles, was du wissen musst, um dein Punktekonto stressfrei zu füllen und gleichzeitig rechtlich auf der sicheren Seite zu sein.

 

Das Fundament: Warum gibt es die IDD-Pflicht überhaupt?
Die gesetzliche Pflicht zur Weiterbildung nach der europäischen Versicherungsvertriebsrichtlinie (IDD) dient in erster Linie dem Verbraucherschutz sowie der allgemeinen Qualitätssicherung.

Die wichtigste Kennzahl dabei lautet: 15 Stunden pro Kalenderjahr. Diese Pflicht gilt grundsätzlich für alle unmittelbar am Vertrieb beteiligten Personen – und zwar vom selbstständigen Makler bis hin zum angestellten Kundenberater.

 

Was wird angerechnet? Die Kriterien im Überblick
Damit eine Weiterbildung vom Gesetzgeber tatsächlich anerkannt wird, muss sie vielmehr klare Kriterien erfüllen:
  • Fachliche Relevanz: Die Inhalte müssen folglich direkt mit dem Versicherungsvertrieb, der Beratung, den rechtlichen Grundlagen oder den angebotenen Produkten verknüpft sein.
  • Qualitätssicherung: Zudem muss der Bildungsanbieter die strengen Anforderungen an die Weiterbildung einhalten
  • Nachweisbarkeit: Des Weiteren benötigst du für jede Einheit eine offizielle Teilnahmebescheinigung, die exakt den Richtlinien der VersVermV entspricht.Wichtig zu wissen: Reine Verkaufs- oder Motivationstrainings ohne direkten fachlichen oder rechtlichen Bezug zu Versicherungsthemen werden im Gegensatz dazu in der Regel nicht als IDD-Zeit anerkannt.

Präsenzseminare
Sie bieten nach wie vor den großen Vorteil des direkten Networkings und des persönlichen Austauschs mit Kollegen sowie Experten. Daher lassen sich hier oft an nur einem einzigen Tag direkt mehrere IDD-Stunden auf einmal sammeln.

Webinare & Online-Schulungen
Dies ist die wohl zeiteffizienteste Alternative. Da du dir hierbei die komplette Anfahrt sparst, kannst du dich ganz flexibel direkt vom Schreibtisch aus zuschalten.

Selbststudium & E-Learning
Dieses Format bietet dir die maximale Flexibilität. Du lernst nämlich genau dann und dort, wann es dir passt – ob abends auf der Couch oder während einer Lücke zwischen zwei Kundenterminen.

3 Praxis-Tipps für ein rundum stressfreies IDD-Jahr
Damit am Jahresende erst gar keine Panik ausbricht, solltest du das Thema Weiterbildung von Anfang an strategisch angehen:

Unterjährig planen statt Jahresendspurt: Warte am besten nicht bis zum vierten Quartal.
Nutze etablierte Branchen-Initiativen: Plattformen wie „gut beraten“ helfen dir dabei, deine Weiterbildungspunkte zentral und vollkommen digital auf einem Konto zu verwalten.
Qualität vor Quantität setzen: Suche dir gezielt Themen aus, die dein Business tatsächlich voranbringen.

Fazit: 
Die 15 IDD-Stunden sind gesetzlich fixiert. Wer die Weiterbildung jedoch nicht bloß als lästiges Absitzen von Zeit versteht, sondern vielmehr als Chance zur eigenen Professionalisierung nutzt, profitiert am Ende gleich doppelt.

IDD Stunden
Was Makler wissen müssen

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